3. FATart Fair 2020 – Performances

Freitag 11.09.20

17.30-18.00h: "Sounding Influencer" kinetische Klangskulptur (Teil 1) von Annkathrin Pöpel

18.00-19.00h: "Kunst als Dienstleistung" interaktive Performance von Anjuli Rebecca Theis

Samstag 12.09.20

18.00h-18.15h: "Fatal und Tragisch" Performance von Andrea Grieder

20.00h-20.15h: "Me, me and me" Performance von Hanga Séra

Sonntag 13.09.20

12.30h-13.00h: "Sounding Influencer" kinetische Klangskulptur (Teil 2) von Annkathrin Pöpel

13.30h-16.30h: "Living Fabrics" interaktive Performance Workshop von Nesa Gschwend

(Bitte Stoffresten mitbringen)

"Sounding Influencer" Kinetische Klangskulptur von Annkathrin Pöpel

Diese Klanginstallation spielt mit den dynamischen Wechselwirkungen zwischen bewegten Klängen, die elektronisch von Sinusgeneratoren erzeugt und über Lautsprecher wiedergegeben werden, die an 2 m langen Pendeln befestigt sind und sich auf der jeweils eigenen Pendelbahn bewegen. Jedes der 12 Pendel bewegt über seinen jeweiligen Lautsprecher einen Ton aus einer 12-Tonreihe. Durch die Pendelbewegung verändert der Ton seine Tonhöhe dynamisch. Ein kleiner Motor, bringt es in die Horizontale, wo es sich ausklinkt und frei hin und her schwingt, bis es wegen des Luftwiderstandes und der Reibung in der Aufhängung langsam zum Stillstand kommt. Die Tonhöhenveränderungen sind synchron zur Pendelbewegung: Bewegt sich das Pendel auf den Hörer zu, steigt die Tonhöhe, bewegt es sich von ihm weg, sinkt sie. Diese Veränderungen im Rhythmus der Pendelbewegungen erzeugt im Zusammenspiel mit mehreren Pendeln ein starkes akustisches Oszillieren. Die Konstruktion und der Aufbau der kinetischen Klangskulptur wurde in Zusammenarbeit mit Peter Färber realisiert.

Die Komposition für diese Klanginstallation wurde mit dem Programm MaxMSP erstellt. Dabei wird mit einem pendelnden Ton begonnen und dann durch sukzessives Hinzufügen weiterer Töne ein Aufbau mit unterschiedlichen Intervallen bis zum Erklingen einer Ganztonreihe entwickelt. Damit schwingt die Hälfte der Pendel. Anschliessend wird ein weiterer Aufbau gestaltet, bis alle 12 Pendel schwingen. Dann kommt eine Aufteilung in «Kleingruppen» von vier benachbarten Pendeln und ein erneuter Aufbau bis zum Schluss, bei dem alle 12 Pendel mit allen 12 Tönen gemeinsam langsam auspendeln.

"Kunst als Dienstleistung" Interaktive Performance von Anjuli Rebecca Theis

In der Coronakrise wurden Museen geschlossen.Es wurde gesagt, die Kunst sei nicht Systemrelevant. Was ist wenn wir die Coronakrise als ein Symptom unserer aktuellen Menschheitskrise verstehen? Was ist wenn wir mit hoffnungsvollem Blick dem Weltuntergang als Übergang zu einer neuen, schönen Kulturepoche sehen? Wie sieht die Welt von morgen aus? Und was wäre, wenn wir ein neues System aufbauen, in dem die Kunst systemrelevant ist?

Für welche Dienstleistung würde ich eine*n Künstler*in aufsuchen? In einem System, wo wir Menschen unsere Beziehungen zu einander und zu allem, was in und um uns ist auf eine gesunde Weise pflegen und leben... wozu bräuchten wir da Künstler*innen? Und Kunst? Gehe ich vielleicht zu einer Künstlerin um die Zukunft zu empfangen? Gehe ich zu einem Künstler, der mir mit Muse und Inspiration dient? Gehe ich zu einer Künstlerin, weil sie mir das Schöne in der Gegenwart zeigt? Oder dies stellvertretend für mich sieht? Wahrscheinlich würde ich verschiedene Künstler*innen für verschiedene Dienstleistungen aufsuchen.

Performance: Menschen sind eingeladen mit ihren Herzensthemen und Herzensfragen zu mir zu kommen. Diese Menschen werden dann zu meinen Auftraggeber*innen. Für die festgelegte Zeit von 15Min. pro Anliegen, gehe ich dann in eine künstlerische Resonanz. Es entsteht also vor den Augen und Herzen der Anwesenden ein künstlerischer Prozess. Da ich multimedial arbeite, kann diese Resonanz auf verschiedene Art entstehen (Ton, Zeichnung, Körperbewegung u.a.). Ziel dabei ist weder eine Antwort noch ein Produkt. Die*der Auftraggeber*in ist frei meine Resonanz so in sich aufzunehmen, wie sie eben zu ihr*ihm spricht.

"Fatal und tragisch" Performance von Andrea Grieder

Andrea Grieder ist Poetin, Helga Starcevic ist Geschichtenerzählerin. Ihre Performance spricht über Frauenschicksale, die fatal und tragisch sind, gesprochen mit Herz und jenem Humor, der Überlebensstrategie ist.

"Me, me & me!" Performance von Hanga Séra

Eine Frau, in Weiss gekleidet, fängt an sich zu schminken. Plötzlich verlässt der Lippenstift den Mund und wandert über das Herz, die Leber, die Gebärmutter, hinunter bis zu den Zehen und zurück. Sobald sie einen Lippenstift verbraucht, schmeisst sie ihn weg und nimmt den Nächsten. Es kommen schwarze Linien, mit Kohle gezeichnet, dazu. Ein Messer glitzert auf und Luftballons mit Brot kommen auch zum Einsatz.

Müssen wir uns immer und immer wieder verletzen?

Wenn nein, warum doch?

Wenn ja, warum durch Andere?

Wieviele bin ich?

Muss ich schön sein?

Was ist jenseits meines Schmerzes?

"Living Fabrics“ Partizipative Performance von Nesa Gschwend

(Bitte Stoffresten mitbringen)

Ausgemusterte Textilien bilden die Basis von „Living Fabrics“. Mit Stoffen, Nadeln, Scheren, Garn und Hockern wird ein Arbeitsplatz eingerichtet. Gebrauchte Kleider, die auch von den Beteiligten mitgebracht werden können, werden durch Zerschneiden – Reissen – Auftrennen - Nähen - Sticken weiterverarbeitet. Oft sind es Textilien, die für jemanden eine Bedeutung hatten. Ihre Geschichten werden eingeflochten und mit all den anderen Geschichten verbunden und zu einem umspannenden Gewebe zusammengefügt.

Seit 2015 lädt Nesa Gschwend Menschen an den unterschiedlichsten Orten ein sich an dem Prozess zu beteiligen. Etwa 1750 Personen aus 65 Nationen, Frauen und Männer aus unterschiedlichen sozialen Schichten, Kulturen, Altersgruppen, haben bis heute daran mitgewirkt. Im Fokus steht die Erfahrung, die wir gemeinsam mit den Händen und den textilen Kulturtechniken machen. Das Sticken und Nähen von Hand ist eine der wenigen Fertigkeiten, die sich seit Jahrtausenden kaum verändert haben, weder die Werkzeuge, noch die Grundtechnik. Die Einfachheit ist zugleich auch die Freiheit, die es ermöglicht, dass sich an dem Projekt alle beteiligen können.

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